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Die barocke Grundgestaltung


Die prägende Mode der barocken Innenausstattung ist die Chinoiserie. Angeregt durch den weltoffenen Handel wandte man sich im 18. Jahrhundert verstärkt außereuropäischen Kulturen zu. Kaffee, Tee und Tabak wurden beliebte Genussmittel, Porzellane begehrte Sammlerobjekte. Insbesondere asiatische Vorbilder prägten das Formenrepertoire der Künstler und Kunsthandwerker.

Die wertvollsten noch erhaltenen Objekte der ersten Dekorationsphase des Schlosses Rammenau sind die Tapeten des Chinesischen Zimmers im 1. Obergeschoss. In zahlreichen Bildfeldern ist hier der Traum eines sorglosen Daseins in einer fernen, idealisierten Welt dargestellt.

 








Die klassizistische Neugestaltung


Die Neuausstattung zahlreicher Räume im klassizistischen Sinn fand vermutlich unter dem Besitzer Friedrich von Kleist statt. Sie gelten als hervorragende Beispiele der Raumgestaltung ihrer Zeit und tragen wesentlich zu Rammenaus besonderer kunst- und kulturhistorischer Bedeutung bei. Besonders hervorzuheben sind das sogenannte Teufelszimmer und das Bulgarische Zimmer im ersten Obergeschoss. Die Ausmalung des Teufelszimmers nimmt Bezug auf die griechische Mythologie, die Ausmalung des Bulgarischen Zimmers zeigt idealisierte antike Landschaften. Akten die Hinweise auf die Künstler und das Ausmalungsprogramm liefern könnten haben sich nicht erhalten.